Sightseeing-Highlight: Hanok Village

Eine kleine Fotoserie zu meinem bisherigen Sehenswürdigkeiten-Höhepunkt in Seoul: die Bukchon und Namsangol Hanok Villages – ein Stück Lebensraum und Architektur, die bis ins 14. Jahrhundert zurückgehen.

Buckchon Hanok Village

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Das Bukchon Hanok Village ist kein Museum, sondern ein bewohnter Teil der Innenstadt von Seoul. Wobei „bewohnt“ so zu verstehen ist, dass dort hauptsächlich Kulturinstitute, traditionelle Lokale und Herbergen, aber vor allem haufenweise Cafés, Galerien und Boutiquen zu finden sind. Très chic!

Manche Häuser sind für Touristen zugänglich. Drinnen kann man dann von Souvenirshops bis zu offenen Künstlerateliers oder einfach einer öffentlichen Toilette ganz unterschiedliche Dinge finden.

Das typische Hanok ist L-förmig angelegt, hat also einen Innenhof der zu zwei Seiten mit Mauern von der Straße abgegrenzt ist und zu zwei Seiten verbaut ist. Im Norden Koreas hat man wegen der bitteren Winterkälte irgendwann angefangen alle Seiten zu verbauen. Damit konnte man die Innentemperatur besser regulieren – natürlich mit Fußbodenheizung, die bis heute Standard in Korea ist.

Die ideale Lage für ein Hanok war traditionell mit Berg hinten und Fluss vorne. In Seoul ist das Hanok Viertel immerhin von den zwei großen Palästen der Stadt eingerahmt, hat also auch eine schöne Lage.

 

Wie wohnt es sich in Korea?

Vom Wohngefühl her sind die traditionellen Häuser etwas seltsam, denn alles ist ganz niedrig und schmal. Keine Traumwohnung für Menschen mit europäischer Größe. Man muss allerdings berücksichtigen, dass in Korea viel auf dem Boden stattgefunden hat und stattfindet: auch heute wird manchmal noch auf dünnen, faltbaren Matten auf dem Boden geschlafen. Ähnliches gilt für Essen, Arbeiten und Beisammensein. Die entsprechenden Decken, Sitzkissen und niedrigen Tischerln findet man überall.

Dieser Umstand erklärt vielleicht auch die kleinen Wohnungen hier. Meine 20 m² Höhle hat am Anfang ohne Bett auch wie ein normales Studio-Apartment ausgesehen und wenn man auf einer Matte schläft, kann man die in der Früh zusammenfalten und in den Kasten räumen. Dann hat man untertags den ganzen Wohnraum zur Verfügung. Ich habe mir ein 200×135 cm Bett hineinstellen lassen, was gefühlt das halbe Raumvolumen einnimmt.

Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit meiner Wohnung, weil sie quadratisch angelegt ist, relativ hoch ist und deshalb ein bisschen größer wirkt. Eng wird es, falls ich mir noch einen Tisch und Sessel hinein stelle. In Korea gibt’s diese Kleinmöbel intelligenterweise auch falt- oder einklappbar, aber ich möchte mich freilich nicht jedes Mal einölen müssen, bevor ich meine Wohnung betrete.

Die heutige Generation Koreaner scheint auch eher normale Betten und Sessel vorzuziehen. Es wird interessant, ob diese geänderten Gewohnheiten auch eine Entwicklung hin zu größeren Wohnungen anregen.

 

Namsangol Hanok Village

Aber jetzt zurück zu den Hanoks. Es gibt unweit von Bukchon noch das Namsangol Hanok Village. Dieses ist allerdings nicht bewohnt, sondern ein reines Museumsdorf. Leider hat man dort kaum Zugang zu den Häusern. Andererseits finden sich dort Nachbauten von richtig prachtvollen Häusern und man bekommt dadurch einen Einblick, wie die (wohlhabenden) Menschen vor hunderten von Jahren in Korea gewohnt haben. Im Folgenden eine weitere Diashow:

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Noch mehr Fotos gibt es auf Instagram.

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