ÖffiSeoul: Taxi fahren

Das Taxi ist eine echte Alternative zu U-Bahn und Bus. Ab drei Personen kommt es sogar billiger.

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Die Kostenfrage

Wir erinnern uns: ein U-Bahnticket kostet mit T-Money Card 1.250 Won (rund 1 Euro) bzw. mit Einzelfahrschein noch etwas mehr. Ein bisschen Mathematik: drei Personen zahlen für die U-Bahn 3.750 Won. Das Taxi beginnt mit einen Grundtarif von 3.000 Won. Das inkludiert zwei Kilometer Fahrtstrecke. Dazu addiert werden laut mehreren Quellen 100 Won pro weiteren 142 Meter und parallel dazu gibt es eine Regelung für den Fall dass das Taxi nur sehr langsam vorankommt. Für einen Kilometer werden theoretisch knapp 900 Won fällig. Das heißt: zu dritt kann ein Taxi schon billiger sein, als U-Bahn fahren.

Es gibt allerdings ein paar Haken: Man kann nichts im Kofferraum verstauen. Service (z.B. Hilfe beim Koffereinladen) ist nicht üblich. Die Englischkenntnisse sind null vorhanden. Und das Wort „Fahrkunst“ hat bei Seouler Taxis weder mit Kunst noch mit Fahren etwas zu tun. Meine Blogkollegin von „Leben in Korea“ hat einen lesenswerten Artikel dazu geschrieben.

Um von einem nächtlichen Grillgelage nach Hause zu fahren, reicht es allerdings. Gefährlich ist die Sache auf keinen Fall und man muss nicht auf Ruftaxis zurückgreifen. Des Nächtens gibt es allerdings 20 % Aufschlag.

Bezahlen kann man mit Kreditkarte, T-Money-Card und natürlich in bar.

Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Man kann absolut sorglos an der Straße auf ein leeres Taxi warten und mit Handzeichen sein Mitfahrbegehr deutlich machen. Nach dem Losfahren eventuell darauf achten, dass der Taxameter mitläuft. Er sollte bei Null starten und dann recht bald auf 3.000 springen (Basistarif).

Es gibt auch Taxistände, etwa rund um Verkehrsknotenpunkte oder große Hotels. Dort muss man brav Schlange stehen und wenn man dran ist, darf man das nächste Taxi in Beschlag nehmen. An manchen Taxiständen finden sich auch schwarze „Deluxe Taxis“, die ein bisschen geräumiger und wohl gemütlicher sind (und teurer) – ich habe sie noch nicht getestet. Die normalen Seouler Taxis sind orange oder grau.

Wenn man ein Taxi telefonisch bestellt, zahlt man 1.000 Won extra.

Die Verständnisfrage

Angeblich gibt es „International Taxis“ wo die Fahrer eine oder mehrere Fremdsprachen sprechen. Das kann Englisch sein, aber genauso gut Japanisch oder Mandarin-Chinesisch. Ich hatte bisher keinen Bedarf an internationalen Taxis und habe damit keine Erfahrungen.

Basisvokabular für Taxifahren:

왼 oen – links

오른 oreun – rechts

직진 tschiktschin – geradeaus

감사합니다 kamsahamnida – danke

Darüber hinaus sollte man den Namen seines Hotels aufgeschrieben haben, oder zumindest sein Ziel-dong (dong = Stadtviertel) kennen. Die größeren Hotels müssten die meisten Taxler zwar kennen, aber oft ist die kenglische Aussprache anders als Standardenglisch. Google Translator wirkt manchmal Wunder – allerdings eher bei Englisch-Koreanisch, als bei Deutsch-Koreanisch.

In diesem Sinne: frohes Reisen :-).

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