4 koreanische Gerichte für Sparefrohs

Wie kann ich in Korea börserlschonend überleben? Relativ ungesund, aber auch relativ unkompliziert. Nahrhaftes für unter 3.000 Won (rund zwei Euro).

Instant-Ramen

Das ist der große Klassiker des asiatischen Billig-Fastfoods. Die für die Ewigkeit verpackten Plastikschüsselchen mit Instantnudeln und zwei, drei Portiönchen Geschmacksverstärkern sind auch im Westen bekannt. Ich habe diese Dinger immer gemieden wie die Pest, aber in Südkorea gehören sie einfach dazu. Diese Beobachtung habe ich relativ schnell nach meiner Ankunft gemacht. Als mir nämlich einstmals am Weg in die Arbeit ein Trio Grundschüler in flottem Tempo entgegenmarschierten. Alle drei mit einer dampfenden Plastikschüssel Ramen in der einen Hand und ein Paar Stäbchen in der anderen. Ein faustgroßer Knäuel Nudeln im Mund und um den Mund herum. Ich werde diese Szene nie vergessen. Manch Wiener runzelt schon die Stirn, wenn jemand im Gehen Hot Dog, Kebab oder Pizza isst, aber Nudelsuppe? Halleluja! Das ist Fast Food Champions League. Gratulation Korea, seid die Gewinner des Goldenen Geschmacksverstärkers.

Aber Spaß beiseite, unter erwachsenen Menschen ist das Essen im Gehen absolut verpönt und würde mit einigen scharfen Blicken bestraft. Trinken sollte man auch maximal im Stehen: Ich wurde einmal mit einem Becher Kaffee nicht in einen Bus reingelassen. In Wien würde man so einem Busfahrer wohl einen Ziegelstein und ein Grablicht vor die Wohnung stellen – zumindest scheinen die aktuellen Gepflogenheiten so zu sein (siehe hier). Da sind mir die koreanischen Verhältnise definitiv lieber.

Und ebenso ganz ohne Spaß muss ich festhalten, dass diese Instant-Suppen überraschend gut sind. Manchmal sehr scharf, aber immer gut. Zusammen mit dem extrem niedrigen Preis ist es keine Überraschung, dass diese Packerl weggehen wie in Wien die warmen Semmeln.

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Beeindruckendes Ramen-Regal meines Supermarkts

 

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Mein Hausvorrat an Notrationen

Kimbap

Die koreanische Variante von Maki ist beliebt bei Alt und Jung. Es gibt sie fertig abgepackt im Convenience Store oder auch frisch gemacht in speziellen Kimpab-Löchern („Restaurant“ wäre ein zu großes Wort). Vom teilweise schäbigen Aussehen dieser Löcher sollte man sich nicht abhalten lassen. Das unumstrittenste Qualitätskriterium für Kimbap ist Feuchtigkeit – der Reis darf nicht zu trocken sein. Ich habe bisher aber noch keinen ungenießbaren Kimbap bekommen – nicht einmal ansatzweise. Sogar die Industrieprodukte aus dem Convenience Store sind ziemlich gut.

Standardfüllungen für Kimbab sind verschiedene bunte Gemüsesorten und Wurstwaren aus Krebsfleisch bzw. Schweinefleisch. Dazu kommt immer noch ein Geschmacksdominator, beispielsweise Kimchi, Thunfisch oder Fleisch. Eine gute, schnelle, billige und vollwertige Mahlzeit. Die beste Möglichkeit für Sparefrohs.

Reis mit Banchan

In meinem älteren Artikel zur Koreanischen Esskultur habe ich bereits über Banchan gesprochen. Das sind fleischliche oder pflanzliche Beilagen, die in Restaurants zu jeder Mahlzeit gereicht werden. Die einfachste mögliche Mahlzeit ist diese Banchan einfach am Markt zu kaufen und daheim mit gekochtem Reis zu essen. Eine effektive Möglichkeit, die Millionen verschiedenen Banchan auszutesten. Da sind ein paar echte Geschmackserlebnisse darunter.

Süßkartoffel

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Gekochte Süßkartoffel

Ein weiterer Teil aus der Reihe: Warum kompliziert, wenn’s auch einfach geht. Süßkartoffeln in Korea schmecken anders und viel besser, als die purpurfarbene  Version aus österreichischen Supermärkten. Besonders toll ist, dass man fertig gekochte Süßkartoffeln in manchen Convenience Stores als Snack kaufen kann. Leider sind sie oft schnell ausverkauft. Frische Süßkartoffeln gibt es in allen Märkten und Supermärkten bis zum Abwinken. Wenn man Zugang zu Pfanne oder Mikrowelle oder Griller hat, dann kann man sich mit den Knollen schon ein bis zwei Mahlzeiten pro Tag sichern.

Nachdem hin und wieder doch etwas „Richtiges“ auf den Teller kommen sollen, verweise ich am Ende noch auf den Artikel zu meinen Lieblingsspeisen in Korea.

Mahlzeit!

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