15 Dinge, die ich an Südkorea liebe

Wir schreiben den 28.12.2018 – exakt heute vor einem Jahr stieg ich in Wien in ein Flugzeug mit Destination Seoul. Unglaublich wie die Zeit vergeht … ein Zwischenresümee!

Was ich an Südkorea liebe

Ruhe & Disziplin

Schlange stehen vor U-Bahn-Türen, vor Restaurants, an Taxiständen, an Busstationen. Sogar im Supermarkt oder Convenience Store wird kaum gedrängelt. Einkaufswagerl-Krieg findet anderswo statt. Ebenso wenig finden laute Debatten in der Öffentlichkeit statt: im Zug und auch sonstwo sollte man seine Stimme nicht allzu sehr erheben. Zum Krakeelen gibt es schließlich Grill- und Alkoholhäuser.

 

Keine Ausreden

Herumgesudert wird hierzulande auch ganz gerne … zu viel Arbeit, zu viel Konkurrenz, zu viel Alkohol. Aber letzten Endes sind viele Leute diesbezüglich sehr stoisch. Work Life Balance? Nie gehört! Verantwortung übernehmen und weiter vorwärts! Lern fleißig bzw. Arbeite fleißig sind Standardfloskeln.

 

Berge

Darüber habe ich schon Artikel geschrieben, deshalb möchte ich hier nur dorthin verlinken: Inwangsan, Hanyangdoseong: In Seoul um Seoul herum

 

Makgeolli

Makgeolli ist für mich einer der ureigenen Geschmäcker Koreas. Ich kenne nichts Vergleichbares und es ist auch schwer zu beschreiben. Wie bei Bier und Rotwein wird auch bei Makgeolli über gesundheitsfördernde Effekte geforscht oder zumindest philosophiert. Dem ungefilterten Getränk aus vergorenem Getreide (oft Reis) wird unter anderem eine verdauungsfördernde Wirkung ähnlich wie bei Joghurt nachgesagt.

Weitere Lektüre: Jeju – Teil 4: Kulinarische Höhepunkte

 

Meine Arbeit

Kollegen, Schüler, Weiterentwicklungsmöglichkeiten, Atmosphäre … alles im grünen Bereich. Natürlich hakts manchmal etwas, aber das kann ich bis dato tolerieren.

Die Mehrheit meiner Schüler sind überdurchschnittlich diszipliniert und neugierig. Das war früher oft ganz anders.

Empfohlener Artikel: 70 Stunden

 

Fußbodenheizung

Fußbodenheizungen sind in Südkorea Standard und den normalen Heizkörpern in den europäischen Wohnungen weit überlegen.

 

Einspänner

Ich muss immer noch etwas lächeln, wenn ich auf einer Seouler Kaffeekarte „Einspänner“ lese (bzw. 아인스페너). Es handelt sich um eine Wiener Kaffeespezialität, die ich früher schon sehr gerne genossen habe. Im Original ist es ein großer Mokka (vulgo Espresso) mit relativ viel Schlagobers/Schlagsahne obenauf. Hierzulande ist er natürlich koreanisiert und kommt teilweise stark gesüßt und/oder mit nur leicht geschlagenem Obers daher.

Aber eine Ur-Wiener Kaffeespezialität am anderen Ende der Welt zu bekommen (oder zumindest eine vage Annäherung daran) finde ich immer aufs Neue amüsant.

 

Die Cafés

Man beachte die Schreibung: die Cafés sind oft richtig gemütlich und trotz großer Zahl verblüffender Weise irgendwie einzigartig. Wenn man sich in seinem Viertel auskennt, findet man für verschiedene Stimmungen und Situationen das jeweils perfekte Café. Der Kaffee mit K allerdings … der ist manchmal ein Kandidat für eine andere Liste.

Weiterführender Artikel: Der ultimative Café-/Kaffee-Guide für Korea

 

Esskultur

Erst vor kurzem wurde ich wieder Zeuge eines interessanten Schauspiels: Die beiden Mitarbeiter eines Handyshops in einem Einkaufszentrum befeuerten – während der Öffnungszeit – einen kleinen Camping-Gaskocher auf ihren Tisch und löffelten genüsslich einen darauf platzierten Suppeneimer aus. Ist so etwas in DÖCHL überhaupt vorstellbar?

In Korea gilt: Ein gutes Essen muss sein. Mehr Infos in meinem Artikel Koreas Ess- und Trinkkultur.

 

Fleisch

Ich bin ein Mensch, der sich hauptsächlich von Fleisch, Fisch und Gemüse ernähren könnte, wenn es denn nicht eher teuer und aufwändig wäre. Die vielen Grill-Restaurants in Korea sind aber ein echtes Paradies für Fleischfresser. Lamm, Rind und Schwein kommt zwar oft aus Australien oder den USA, aber beim Grillen wissen diese Länder ja auch, was gut ist.

 

Reis

In den ersten sechs Monaten nach meinem Umzug hatte ich noch regelmäßig Sehnsucht nach Brot. Diese ist fast verschwunden. Nicht, dass ich den Geschmack einer guten Scheibe Brot nicht mehr zu schätzen wüsste – ganz im Gegenteil -, aber Reis hat diese Rolle in meinem Speiseplan mittlerweile voll übernommen. Zwar ist Reiskochen auch mit Druckkochtopf aufwändiger als eine Scheibe Brot abzuschneiden, aber die zehn Minuten extra halte ich aus. Und er ist immer frisch!

Detaillierte Lektüre zur Koreanischen Küche: Koreas Ess- und Trinkkultur: Die Grundlagen.

 

Zitrusfrüchte

Lang lebe die Hallabong! Weitere Infos im Artikel Jeju – Teil 4: Kulinarische Höhepunkte

 

Lange Wintertage

Auch Ende Dezember ist es zwischen 7:30 und 17:30 Uhr hell. Damit sind die Tage fast zwei Stunden länger, als in Wien. Herrlich!

 

Die 24 Stunden Gesellschaft

An fast jeder Straßenecke gibt es einen Pyeonhaecheom (변의점, Minisupermarkt), dazu kommen noch ein paar 24 Stunden Restaurants und Cafés. Aber auch normale Geschäfte (z.B. Supermärkte, Apotheken, Elekromärkte) haben teilweise bis 22 Uhr offen.

 

Preisniveau

Insgesamt ist das Preisniveau ähnlich wie in Deutschland oder Österreich. Im Detail gibt es aber deutliche Unterschiede – manche Sachen sind teils deutlich teurer, manche billiger. Wesentlich billiger sind beispielsweise Restaurants, Haushaltsgeräte, Taxis und Internet.

 

 

 

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