An der schönen blauen Küste: Yeosu

Die südliche Halbinsel Yeosu ist eine Top-Feriendestination in Südkorea. Allein das satte Blau von Himmel und Meer ist einen Besuch wert.

Blau Blau Blau ist der Ozean

Im Unterschied zu meiner vorangegangen Bade-Destination Daecheon gibt hier auch Platz für die Schickeria. Wenn dort das „Caorle Koreas“ ist, dann muss man Yeosu als „Nizza Koreas“ bezeichnen.

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Yeosu Martime Cable Car

Das absolute Highlight der Region ist die „Meeresseilbahn“. Diese fährt über die wunderschöne Bucht von Yeosu und lässt Passagiere die volle Wucht dieser fotogenen Küste bestaunen.

Einen Teil der Fahrt habe ich auf Video aufgenommen:

Kostenpunkt: 15.000 Won hin & retour bzw. 12.000 Won Einzelfahrt für einen Erwachsenen.

 

Stadtzentrum

Das Stadtzentrum ist zur Hälfte typisch koreanisch (Märkte, viele Lokale, enge Gassen), zur anderen Hälfte aber überraschend europäisch. In den Fußgängerzonen fühlt man sich an eine europäische Kleinstadt erinnert. Keine großen Highlights, aber sehr charmant! Wander- und Bademöglichkeiten gibt es verstreut in der Region und auch Inselhopping ist recht bequem möglich. In Yeosu wird auch ein längerer Aufenthalt definitiv nicht langweilig.

Für mich ging’s nach drei Tagen zurück in den Zug und zu den nächsten Stationer meines Landesumrundung: Busan und Gyeongju. Dazu in einem anderen Artikel mehr.

 

Kulinarisches: Aal mit Scharf oder Scharf mit Aal?

Suppe aus schleimigen Fischen ist 1) überraschend weit verbreitet und 2) überraschend schmackhaft. Ob das jetzt die Schlammpeitzgersuppe „Chueo-tang“ ist oder die Yeosu-Spezialität „Jangeo-tang“ aus Süßwasseraal.

Wie überall im Süden Südkoreas müssen hungrige Mäuler ein thailändisches Schärfe-Toleranzlevel mitbringen. Wenn man scharf bestellt („mekom“ oder „me-un“), dann kann’s schon mal ein bissi weh tun. Nadelstiche auf der Zunge, brennender Rachen, Frösche im Hals, rinnende Nase, tränende Augen, glühende Ohren und eventuelle Spätfolgen sind im Preis inkludiert. Nach dem Essen wie ein Phoenix aus seiner Asche wiederaufzuerstehen, hat aber seinen Reiz.

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Richtig scharfe Aalsuppe (hui!) mit scharfem Kimchi, scharfen Bambussprossen und scharfen Trockenfischen. Dazu würziger Spinat und eingelegte Pilze (ohne Scharf!).

 

Erreichbarkeit

Es gibt zwei Bahn-Stationen auf der Halbinsel: Yeocheon und Yeosu Expo. Erstere liegt näher am Geschäftszentrum der Region, letztere näher an den touristisch relevanten Orten. Die Reisezeit von Seoul beträgt etwa drei Stunden mit dem KTX-Zug. Busan und Gwangju sind mit einem Umstieg in Suncheon ebenfalls auf der Schiene zu erreichen, allerdings ist in diese Richtungen der Expressbus definitiv schneller.

Der schnellste Weg nach Seoul ist der Luftweg: Asiana Airlines und Korean Air bedienen die Strecke mehrmals täglich. Die einzige andere Linienverbindung des Miniflughafens geht nach Jeju.

Fährverbindungen gibt es auf diverse umliegende Inseln und einmal pro Tag (bzw. Nacht) auch nach Jeju (nähere Infos hier)

 

Epilog – Ein besonderes Hotel

Großer Gemeinschaftsbereich, winzige Zimmer, kleiner Preis, hohe Qualität – das DarakHyu Luxury Capsule Hotel direkt neben dem Bahnhof Yeosu Expo war eines der interessantesten Hotels, in denen ich jemals nächtigte. Allen Koreanern sei gesagt: Es ist ein gutes Goshitel, das als „Luxus-Kapselhotel“, statt als Studentenheim betrieben wird.

Zur Erklärung für alle Nicht-Koreaner: Goshitel bzw. Goshiwon ist vergleichbar mit einem europäischen Studentenheim, jedoch mit halb so großen Zimmern, halb so dicken Wänden und ohne Fenster. Die Hotelversion in Yeosu hat immerhin eine qualitativ hochwertige Ausstattung und keine Papierwände. Mehr zu Goshiwons in meinem Artikel zum Thema Wohnen in Seoul.

Der Standardpreis liegt bei 55.000 Won pro Person (40 Euro) inklusive Frühstück. Die Lage des Hotels im Expogelände direkt neben Bahnhof und Meer ist ein großes Plus und besser, als die echten Kapselhotels in Japan ist es allemal (mehr dazu in meinem Japan-Bericht).

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