Zu Gast in einem Smart-Café

Wenig verwunderlich, dass in Ostasien etwas Vollautomatisches erfunden wird. Aber kann ein vollautomatisches Café funktionieren?

Strandspaziergänge in Samcheok

Wie so oft zuvor zog es mich eines Urlaubstages ans Meer – diesmal Richtung Donghae und Samcheok, um die neueste Express-Bahnverbindung Koreas auszutesten. Die Nordostküste des Landes ist schon länger einer meiner Lieblingsorte: die Luft hat einen markant salzigen Duft, der Wind pfeift oft scharf um die Ohren und sorgt für eine eher rauhe See – was ich aber mit ausreichendem Sicherheitsabstand sehr meditativ finde – und die Region ist ein Mekka für leidenschaftliche Fisch- und Tintenfisch-Esser.

Mixed Fischgrill

Und seit neuestem auch für Leute, die ihren Kaffee am Liebsten vom Edel-Automaten zubereitet bekommen.

Das 24h Smart-Café

Wie so oft beginnt nach dem Aufwachen im Hotel bzw. Minbak die bange Suche nach frischem Kaffee. Klar ist Instant immer und geschacksloser Supermarkt-Kaffee fast immer zu bekommen, aber für meinen Morgenkaffee habe ich höhere Ansprüche. Weil gute Cafés (wenn vorhanden) erst ab zehn Uhr vormittags aufsperren, waren die Erfolgsaussichten zur Frühstückszeit ähnlich der Gewinnwahrscheinlichkeit eines Rubbelloses. Bis jetzt?

Genau hier liegt wahscheinlich die Unique Selling Proposition eines Smart-Cafés: Immer offen, kaum Personalkosten und in einer Gesellschaft wie Korea auch geringe Reparatur- und Reinigungskosten. Noch dazu sprechen Automaten besser Englisch (fallweise Chinesisch, Japanisch), als menschliche Mitarbeiter.

Wer sich mit anderen Automaten (Bahnstationen, Flughäfen, Schnellrestaurants, Parkhäusern, …) auskennt, dem wird auch die Bedienung des Smart-Cafés keine Probleme bereiten..

So weit, so gut. Wem in guter europäischer Tradition der Kaffee zusammen mit einer Süßspeise oder etwas Wasser besser runtergeht, dem wird hier auch geholfen.

Um aber zum Punkt zu kommen: Das trinkfertige Produkt ist genauso geschmacklos, wie seine Cousins aus dem Supermarkt. Immerhin ist der Kauf deutlich interessanter! Und damit es ein wenig persönlicher wird, ist auf der Kartonschlaufe eine nette Stalker-Weisheit zu lesen.

Marco, get a life! Bis dahin, zum Wohl!


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