Koreas Ostküste im Überblick

Koreas Osten hat die schöne Küste des Landes. Hier kommt mein Mini-Reiseführer.

Ich stelle die wichtigsten Orte der nordöstlichen Provinz Gangwon-do vor – der Einfachheit halber von Norden nach Süden.

Sokcho

Die zweitgrößte Stadt der Region. Um es kurz zu machen: Sokcho ist recht nett, aber die Hauptbeschäftigungen für Besucher sind 1) Tintenfisch essen, 2) Blutwurst essen und 3) außerhalb der Stadt wandern gehen (siehe unten). Das lässt sich wunderbar in 24 Stunden erleben, länger braucht man nicht bleiben. Wirklich ans Herz wachsen konnte mir die Stadt nur Kulinarisch.

Von Seoul und Incheon mit häufigen Expressbussen erreichbar. Irgendwann gab es mal eine Fährverbindung nach Vladivostok, den aktuellen Status kenne ich nicht.

Seoraksan Nationalpark

Direkt vom Meer auf einen rund 1700 Meter Gipfel zu steigen geht auch nicht überall. Dieser mehrstündige Weg ist aber eher für Fortgeschrittene. Ich hab’s nie gewagt und stattdessen mit dem halb so hohen Ulsanbawi Vorlieb genommen (absolute Empfehlung!). Auch für Seilbahnfahrer, Tempel-Meditierende, Kaffeetrinker und Spaziergänger ist gesorgt.


Naksan & Yangyang

Naksan besteht nur aus dem berühmten Tempel gleichen Namens, einem Strand und unzähligen angrenzenden Hotels. Meiner Meinung nach lohnt sich das für ein oder zwei Tage. Die Unterkünfte sind meist sehr authentisch im Ferienwohnungs-Stil und ein Zimmer direkt am Strand mit Meerblick findet man schon ab 35 Euro pro Person und Nacht. Erreichbar mit Taxi oder Stadtbussen von Sokcho oder Yangyang.

Yangyang liegt nicht direkt am Meer, bietet aber Anschlussverbindungen an mehrere Strände im Umland. Die Stadt ist noch nicht so entwickelt, wie andere in der Umgebung, aber die Hipster haben schon ein Auge darauf geworfen und die vollständige Gentrifizierung ist nur eine Frage der Zeit. Interessanter Weise liegt der einzige Flughafen der Provinz Gangwon hier. Ein paar Mal täglich gibt es Inlandsverbindungen nach Seoul, Busan, Gwangju und Jeju. Expressbusse auf der Strecke Seoul-Sokcho machen am winzigen Busterminal Yangyang einen Zwischenhalt.

Gangneung

Die größte Stadt und Hauptstadt der Provinz Gangwon war 2018 Austragungsort einiger Wettbewerbe der Olympischen Winterspiele. Im Vorfeld dieser Veranstaltung wurde sie mächtig herausgeputzt, KTX Hochgeschwindigkeitszugs-Anschluss und ausgezeichnetes städtisches Busnetz inklusive. Direkt am Strand zu übernachten ist deutlich teurer als z.B. in Naksan. Billigere Hotels und Motels finden sich vor allem in der Nähe des Bahnhofs.

Gangneung bietet einen schönen Querschnitt aus Stadtleben und entspannter Küstenatmosphäre. Im Seidentofu-Dorf kann man sich am kulinarischen Aushängeschild der Stadt laben (schmeckt deutlich besser, als es vielleicht klingt!) und in der Coffee Street am Anmok Beach finden sich einige der schönsten und besten Cafés Koreas (absolute Empfehlung!).

Die Strände sind endlos, fast durchgehend von einem wunderschönen Pinienwaldstreifen flankiert und laden zu langen Spaziergängen ein (zum Baden auch). Der bekannteste und lauteste Abschnitt ist Gyeong-po Beach, wo Reich & Schön sich gerne sehen lässt.

Jeongdeongjin

Ein kleines Stranddorf, ähnlich wie Naksan, aber mit Bonus: ein Bahnhof am Strand – seit 2020 sogar mit KTX-Verbindung nach Seoul. Zumindest einmal Richtung Donghae durchzufahren würde ich absolut empfehlen. So nah ans Meer kommt man mit dem Zug wohl nicht an vielen Orten dieser Welt. Seht selbst:

Mukho & Donghae

Uninteressante Industrie- und Hafenstädte, die aber Umsteigeknoten Richtung schöner Strände sind. Dass vor dem Bahnhof Donghae ein Kasachisches Restaurant ist, fand ich faszinierend!

Samcheok

Chuam Beach, Jeungsan Beach und Samcheok Beach sind top! Im Ort selbst findet man nicht viel Interessantes.

Erreichbar mit Stadtbussen von Donghae Station, aber auch mit Expressbussen von Seoul.

Happy Travelling!

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2 Gedanken zu “Koreas Ostküste im Überblick

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