Es fischelt: Schmausen im Noriyangjin-Fischmarkt

Noriyangjin heißt Seouls Fischgroßmarkt. Ein toller Ort zum Essen gehen – wenngleich die Meeresfrüchte ein bisschen lebendiger serviert werden, als anderswo.

Seouls kulinarisches Paradies

Noriyangjin ist primär ein Fisch-Großmarkt, allerdings sind die großen Auktionen bei Tagesanbruch fast schon vorbei. Danach übernehmen private Fischliebhaber das Kommando. Somit ist dort 24 Stunden etwas los.

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Es gibt ein altes und ein neues Gebäude. Der Großteil des Getiers (und der Restaurants) befindet sich im ausladenden und von weithin sichtbaren Neubau, allerdings ist auch ein Besuch des schon ziemlich verranzten alten Gebäudes sehenswert. Zumindest für Menschen, die den Charme von Abbruchhäusern genießen können. So wie es akuell aussieht (2019) wird dieser Teil des Areals demnächst geschliffen.

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Der Markt liegt etwas südlich des Zentrums und hat eine nach ihm benannte U-Bahn-Station, die mit den Linien 1 und 9 bequem zu erreichen ist.

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Um Fisch und Meeresfrüchte ganz frisch zu genießen, sucht man sich sein Tier im Tank aus, lässt es gleich beim Stand vorbereiten und geht dann zu einem der vielen Restaurants. Dort wird alles zubereitet. Achtung: Fisch wird von 99 % der Gäste als Sashimi roh gegessen (das heißt auf koreanisch „Hoä“). Einmal habe ich einen Fisch braten lassen und die Qualität war dann eher naja. Auch bei exotischem Getier wie Tintenfisch (dazu weiter unten mehr), Muscheln, Seegurken, Penisfisch (ja, gibt’s wirklich) hat man in Korea keine Hemmungen hinsichtlich rohen Genusses.

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Einzig Krustentiere werden standardmäßig gedämpft. Shrimps und Krabben gibt es in fast allen Formen, Farben und Größen und sind ABSOLUT zu empfehlen. So ein Platte gedämpfter frischer Shrimps ist wie der Himmel auf Erden!

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Mit Muscheln hatte ich bisher eher negative Erfahrungen, insbesondere mit größeren Exemplaren (tendenziell zäh). Sehr empfehlenswert ist dagegen Jeonbuk, eine Meeresschnecke, die international Abalone und auf Deutsch offenbar Seeohr heißt.

Königskrabben

Neben Hummer ist das wohl der fotogenste Schmaus.

Tipp: ein bisschen Saft und Fleisch übrig lassen und am Ende ein Poggeumpap – gebratenen Reis – bestellen. Der wird mit den Resten verfeinert und in der Krabbenschale serviert!

Standardmäßig gibt nur Salat und Saucen und keine Sättigungsbeilage zu Meeresfrüchten. Natürlich kann man sich aber eine Schale Reis dazubestellen. Notwendig ist es meiner Meinung nach nicht.

Der Sannakji-Test

Sannakji ist für jeden wagemutigen Korea-Touristen Pflicht. Es handelt sich dabei um rohen, kleingeschnittenen Tintenfisch. Er wird aus dem Wasser geholt und binnen Minuten von einer forschen Küchenhilfe mit einer scharfen Schere geschreddert. Die Einzelteile sind dann noch sehr bewegungslustig:

 

Schmeckt übrigens ganz fantastisch!

Preise

Für eine Riesenkrabbe (2-4 Personen) kann man um die 100.000 Won einplanen. 20 Shrimps (reicht für zwei Personen) kosten – wenn meine Erinnerung nicht trübt – rund 20.000 Won. Sannakji kann man schon ab 3.000 Won pro Stück kaufen. Wer besser handeln kann, als ich, bekommt vielleicht günstigere Preise.

Für die Zubereitung in den Restaurants muss man nochmal extra bezahlen. Die Kosten beliefen sich bei mir bisher auf 8.000-10.000 Won fürs Dämpfen. Hierbei sind allerdings Wasser, Salat und jede Menge Saucen und Garnierungen inkludiert.

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Sicherlich nicht der billigste Ort der Stadt, aber soooooooo guuuuuuut! :-).

Noch mehr Bilder als Diashow:

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Mahlzeit!

 

 

 

 

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